… gewann als Philosoph 1950 den Nobelpreis für Literatur und hat u.a. eine und die wunderbare “Philosophie des Abendlandes” geschrieben. An der Schreibweise erkennt man: jemand der sich respektvoll und versiert bemühte, den Gedanken des Anderen zu denken, um ihn dann analytisch zu demontieren. Sehr sexy.

Im 3. Kapitel der PdA wendet sich Russell Pythagoras zu, von dem er sehr nüchtern berichtet, dass dieser eine Religion aufrichtete, die es für sündhaft erklärte, Bohnen zu essen. Im Fortgang zählt er folgende Gebote der pythagoreischen Religion auf:

“1. Sich der Bohnen zu enthalten.

2. Nicht aufzuheben, was zu Boden gefallen.

3. Keinen weißen Hahn anzurühren.

4. Brot nicht zu brechen.

5. Über kein Querholz zu treten.

6. Das Feuer nicht mit Eisen zu schüren.

7. Nicht von einem ganzen Laib zu essen.

8. Keinen Kranz zu zerreißen.

9. Nicht auf einem Viertelmaße zu sitzen.

10. Nicht das Herz zu essen.

11. Nicht auf Landstraßen zu gehen.

12. Keine Schwalben unter seinem Dache zu dulden.

13. Die Spur des Topfes nicht in der Asche zu lassen, wenn er herausgenommen wird, sondern die Asche durcheiander zu rühren.

14. Sieh nicht neben einem Lichte in einen Spiegel.

15. Wenn du dich aus dem Bettzeug erhebst, rolle dieses zusammen und glätte den Eindruck deines Körpers aus.”

Unbewusst führe ich vermittels meiner Daseinsweise die pythagoreische Religion in fast vollkommener Reinheit fort und lade hiermit jedermann ein, mein frommes Leben mit mir zu teilen. Artikel 1 GG ist in meinem Freundeskreis bereits jetzt durch das erste Postulat Pythagoras´ substutiert. Wer jetzt sagt, dass das vorsätzlich verfassungsfeindlich ist, hat richtig gedacht. Der Tag der pythagoreischen Diktatur naht gnadenlos und Vegetarier sind Teufel.

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