Musik


“King Porno” ist offenbar eine selbstgewählte Sammelbezeichnung für unsagbar dümmelnde Hinterwäldler, die in verstörenden Lebenswelten das tun, was nur in einem gutmütig gesteckten definitorischen Rahmen als “Leben” bezeichnet werden könnte. Und falls der Künstlername PH 1 tatsächlich bewußt auf die Initialen von Paris Hilton rekurriert, bin ich bereit, jedweden Begriff des Individuums in Bezug auf das deutsche Hinterland ohne Wenn und Aber und mit allen daraus resultierenden Konsequenzen aufzugeben.

Wie aus dem Video ersichtlich gibt es auch eine Webrepräsentanz. Mir wird ganz anders, wenn ich daran denke, dort auf mein Lebensende warten zu müssen. Jeden Tag dafür arbeiten und nimmer die Hoffnung aufgeben, dass das Internet zukünftige Generationen vor derart atavistischen Tendenzen bewahrt.

Schon etwas betagt. Durchaus sinnlos und mitunter amüsant. Am lustigsten sind eigentlich immer die überflüssigen Meinungen, die nachfolgen.

“Masterracey body”. Feine Sprache, das Englische.

Angel Boi übertreibt nicht, wenn er behauptet, der King des Foot Fetish Hip Hop zu sein. Wer noch keinen Toegasm hatte, informiere sich in erster Instanz hier, kaufe oder verkaufe dann hier (NSFW) und kultiviere seine Gefühle schließlich hier.

Das Projekt Sockenmädchen (NSFW) bewirbt seine Videos viral über Youtube:

und hat auch etwas für den literarisch Geprägten im Angebot.

Freie und großartige MP3 von !!! (chk chk chk) bei Warp.

Flavor Flav war als Mitglied von Public Enemy jemand, dessen begeisterter Zuhörer ich Anfang der 90er war. In Anbetracht des von Anfang an evidenten und mittlerweile ergiebig aufgearbeiteten Antisemitismus, von dem ich erst später Wind kriegte, und weiterer Fehlwahrnehmungen ist die Crew mittlerweile eh diskreditiert. Abseits dessen scheint sich Flav wirklich von vielem verabschiedet zu haben und von mir unbemerkt zum Medienkasper avanciert, der bei VH-1 greisenhafter Mittelpunkt des Formats “The Flavor of Love” ist, das an “The Bachelor” angelehnt ist und ungeniert dümmelnd Sexismen jeglicher Art bedient. Don´t believe the hype.

Exkurs: vgl. zur Bühnenperformance von Public Enemy auch diese gelungene Choreographie

via buffalobeast (, in dessen breitwandigen Artikel über die 50 degeneriertesten Amerikaner ich im Übrigen zum ersten Mal des Gebrauchs des Wortes “sitzpinkler” in einem englischen Text ansichtig wurde)

Du glaubst daran, dein Leben willentlich grundlegend beeinflussen zu können, dein Willen tendiert auch in diese Richtung, gleichwohl bist du aber entweder zu beschäftigt, zu faul oder einfach zu minderbemittelt, um aktiv an der selbstgewählten Front zu kämpfen. Hinter dem folgenden Link tut sich eine Welt auf, in der Veränderung und Untätigkeit sich in den Armen liegen, jauchzen und dein Gehirn im Ringelrei umtanzen. Es ist die Welt der vordiktierten Botschaften, die dein Leben, während du nächtigst, umwerfen werden.
Im Sortiment befindet sich sogar einen Schnickschnack gegen Coulrophobie. Wer nicht fündig wird, versucht es hier.

Mrs Sarah Brightman (the one from “Time to say goodbye”) beplaybackt ihren himmelschreiend ulkigen Schlager-Hit “I lost my heart to a starship trooper”. Mit Choreographie, die auch Mr Captain Ahab hätte tanzen können, und einem knackigen Schwarzen (Herr Watzlawick – Braucht man dieses realitätskosende Wort – knackig” – überhaupt noch, wenn man von Schwarzen redet oder gibt es etwa ein erstes kosmonegroides Axiom, das besagt “Ein Schwarzer kann nicht nicht knackig sein.”), der den umworbenen Weltraumfeldwebel gibt. Natürlich im High-Tech-Gewandung, die – kontraintuitiv – mit der typisch afrikanischen Nonchalance in Kleiderfragen bemerkenswert vereinbar scheint.

Auch in den Text wurden nur ausgesuchteste Buchstabenkombinationen eingemengt:

“Hey, Captain Strange, won’t you be my lover You’re the best thing that I’ve ever discovered Flash Gordon’s left me, he’s gone to the stars An evil Darth Vader has me banished to Mars.”

via Fark

Wortlos.


Über Deutschland (ein wenig schlechter). Bei der TV-Show “You can dance” (noch viel besser).

Der zuletzt eher dröge Brooklyner MC Talib Kweli und der umtriebige, häufig brilliante Produzent Madlib haben gemeinsam ein gutgelauntes Album eingespielt und umsonst zum Download bereitgestellt. Das Beste: es rockt.